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Berichte der Sportsoldaten 2022


Deutsche Meisterschaft in Zwickau

Jan Schulz

Während es nach der Quali in Landau für die anderen 3 Jungs nach Romorantin (Frankreich) ging, fuhr ich weiter nach Zwickau auf die Deutschen Meisterschaften in der Club-, Standard- und 15m-Klasse.

Dieses Mal flog ich nicht die Hornet sondern den Discus CS meines Vereins, um zu testen wie viel besser oder schlechter es ist einen Clubklasse-Wettbewerb mit hohem Index zu fliegen. Das Hauptziel war es natürlich mich möglichst gut zu Platzieren.

Am ersten Wertungstag, gab es für uns in der Clubklasse eine 3h AAT mit 115.72 km - 294.63 km. Das Wetter wurde sehr gut vorhergesagt allerdings mit sehr starkem Wind. Leider ging es für mich auf dem 2. Schekel zu Ende und ich musste außenlanden. Am Ende des Tages platzierte ich mich auf Platz 26.

Das Wetter des 2. Wertungstags war schon im Briefing nicht wirklich gut vorhergesagt und wir bekamen trotzdem eine Racing Task mit einer Gesamtlänge von 281 km. Nachdem ich mich bis zur letzten Wende durchgekämpft habe, war es nur noch mit viel Glück zu schaffen und ich legte mich zusammen mit 23 anderen Piloten der Clubklasse auf einen Acker kurz nach der Wende. In der Tageswertung platzierte ich mich an dem Tag auf Platz 18.

Starker Sonnenschein am Morgen des 3. Wertungstages gab Hoffnung auf gutes Wetter. Das Bestätigtedann  auch unser Meteorologe und wir flogen eine Racing Task mit einer Strecke von über 357 km, bei der ich am Ende des Tages einen 90 km/h Schnitt erreichte und ich mich auf den 25. Platz flog.

Richtig bergauf ging es für mich dann ab Wertungstag 4. Bei einer 3 Stunden AAT erreichte ich den 6. Platz mit einem schnitt von 101,57 km/h , was mich in der Gesamtwertung zwar nicht besser gemacht hat aber mir wieder Motivation gab.

Bei Tag 5 war Hammerwetter angesagt und wir bekamen eine Racing Task mit einer Gesamtlänge von 409 km. Dass es an diesem Tag eine gute Platzierung für mich geben wird, habe ich schon auf dem ersten
Schenkel bemerkt, da ich den Pulk mit sehr gut platzierten Piloten aufgrund einer super Aufreihung schon eingeholt hatte obwohl ich erst 15 min nach ihnen abgeflogen bin. Mit diesem Flug landete ich in der Tageswertung auf dem 2. Platz, was mich in der Gesamtwertung von Platz 25 auf Platz 18 brachte.

Der 6. WT sollte nicht schlechter werden und eine 4:30 AAT hat das auch bestätigt. Nach einem schnellen 1. und 2. Schenkel ging es die Restlichen 200 km im Blauen weiter. Am Abend diesen Tages ging es gut weiter und ich Platzierte mich in der Wertung wieder kurz hinter Stefan Langer auf Platz 2, sodass ich gesamt den 12. Platz erreichen konnte.

Die letzten beiden Tage liefen auch nochmal sehr gut und mit einem 5. und einem 4. Platz konnte ich mich in der Gesamtwertung auf den 11. Platz fliegen, womit ich trotz des schlechten Starts in den Wettbewerb sehr zufrieden bin.


Alles in allem war das sicherlich einer meiner lehrreichsten Wettbewerbe mit wahnsinnig kontrastreiche Wetter das immer für Überraschungen gesorgt hat. Mit insgesamt 8 Wertungstagen war das nicht nur für die Piloten, sondern auch für alle anderen Beteiligten ein sehr anstrengender Wettbewerb. Somit bedanke ich mich vielmals bei der Wettbewerbsleitung und den vielen Helfern des Aero-Club Zwickau e.V. und ich freue mich schon auf den nächsten Wettbewerb bei euch.

Als nächstes geht es für uns alle gemeinsam nach Brandenburg auf die Junioren Quali.


Hahnweide Wettbewerb 2022

Clemens Berger

Direkt im Anschluss an unseren Aufenthalt in Schweden und der Teilnahme am dortigen Quali Grand Prix in Boras stand für mich der Hahnweide Wettbewerb auf dem Plan.
Da meine drei Kollegen im gleichen Zeitraum die Junioren Quali in Landau flogen und ich als einziger SpoSo in Kirchheim an den Start ging, werde ich im Rahmen des Berichts lediglich meine Erfahrungen schildern.
Für die Hahnweide stand mir nach Schweden nochmals der Ventus 3T “IYB” des DAeC zur Verfügung und ich war für die 18m-Klasse gemeldet. Diese war in diesem Jahr mit 37 Piloten die größte Klasse und mit ehemaligen Weltmeistern und Weltmeisterschaftsteilnehmern aus verschiedenen Nationen sehr stark besetzt. Und inmitten der “altgedienten” Spitze sprang ich herum, in der Hoffnung nicht völlig unterzugehen.
Im Vorfeld des Wettbewerbs war die Prognose für die schwäbische Alb sehr gut, was ich im Rahmen möglichst vieler Trainingsflüge nutzen wollte. Denkwürdig war insbesondere der zweite Trainingsflug: Eine heiße und energiegeladene Luftmasse, welche im Tagesgang zusehends über entwickelte. Glücklicherweise reihten die Überentwicklungen auf der Alb und im Schwarzwald und erlaubten einen optisch spektakulären Flug. Per Funk im steten Austausch mit Krümel gelang es mir über 200km ohne einen einzigen Kreis zu fliegen.

Leider sollte das gute Wetter nicht bis zu Beginn des Wettbewerbs anhalten. Am ersten Wertungstag galt es stattdessen unter eher schwierigen Bedingungen 294km auf der Alb zu fliegen. Leider unterlief mir hierbei ein kapitaler Fehler und ich programmierte fein säuberlich in beide Rechner die B-Aufgabe ohne dies zu merken. In der vermeintlichen 1.Wende bemerkte ich meinen Fehler und mit einem Blick in Soaringspot war klar, wohin es eigentlich gehen sollte. Leider hatte ich durch den gemachten Umweg 500m auf den Pulk verloren und musste unter einer Abschirmung gegen die drohende Außenlandung kämpfen. Weitestgehend alleine und mit einer gänzlich anderen Routenwahl aufgrund der Abschirmungen musste ich nach 195km den Turbo zünden was für Platz 22 reichte. So ein Fehler nagt natürlich am Selbstvertrauen…
Erst einige Tage später war uns wieder ein Wertungsflug unter halbwegs kniffligen Bedingungen vergönnt. 232km auf der Alb und im Gäu galt es unter zahlreichen Ausbreitungen zu bewältigen. Durch den späten und die zunehmende Ausbreitungstendenz tat ich mich zusehends schwer und wähnte mich bereits auf der Hahnweide ohne die letzte Wende genommen zu haben. Glücklicherweise fand ich unterhalb der Albkante noch zwei Bärte und konnte die Aufgabe als letztes Flugzeug der 18m-Klasse doch noch beenden. Als einziger “Rumkommer” der spät abgeflogenen Pulks hatte ich zwar den geringsten Schnitt aller Piloten, aber immerhin eine Geschwindigkeitswertung und es damit auf den 24. Platz geschafft.
Am nächsten Tag standen unter besseren Bedingungen 366km auf der Alb und im Schwarzwald auf dem Programm. Weitestgehend reibungslos gestaltete sich lediglich der letzte Schenkel etwas schwieriger und ich ließ leider viele Punkte liegen. Mit Mühe konnte ich zumindest 101km/h nach Hause bringen und landete auf einem unbefriedigenden 26. Platz.
Der letzte Wertungstag versprach gute Wolkenthermik und es galt zwischen 308 und 626km im Rahmen einer 4h-AAT zu bewältigen. Meinen anfänglichen Plan mit dem Führungspulk zu fliegen musste ich aufgrund eines unnötigen Fehlers schnell wieder aufgeben. Allerdings konnte ich unter einer tollen Konvergenz im Schwarzwald meinen Schnitt in die Höhe treiben und landete dadurch am Ende mit 105km/h auf dem 13.Platz.
Über den Wettbewerb hinweg machte ich leider zahlreiche Fehler und somit sollte es in der Gesamtwertung nur zu einem 19.Platz reichen. Dennoch hatte ich im Laufe des Wettbewerbs viel Spaß, konnte interessante Gespräche führen und sowohl am Boden als auch in der Luft viel lernen. Somit wird der diesjährige Hahnweide Wettbewerb sicherlich nicht meine einzige Teilnahme bleiben und ich freue mich schon auf mögliche Teilnahmen in der Zukunft!


Junioren Quali in Landau

Patrick Benoist

Junioren Quali Landau 2022

Kaum waren wir aus Schweden zurück, ging es für uns alle direkt weiter. Für Max, Jan und Patrick ging es nach Landau auf die Juniorenquali die zusammen mit den Deutschen Meisterschaften der Frauen stattfand.

Jan trat mit seiner Hornet „K2“ in der Clubklasse an, Max mit dem Discus2ct „OLC“ und Patrick mit seiner LS8-t Neo „PB“ in der Standardklasse. Das Ziel für alle drei war natürlich sich für die nächste DMJ zu Qualifizieren.

Der erste Wertungstag begrüßte uns mit augenscheinlich sehr gutem Wetter, so dass alle guter Dinge und hochmotiviert den Tag begonnen haben. In der Standardklasse war die Aufgabe allerdings doch schwieriger gelegt, als anfangs angenommen, sodass letztendlich nur 4 PilotInnen die Aufgabe beenden konnten. Patrick hatte leider Pech und musste nach lediglich 157km den Motor zünden und wurde enttäuschender 16. Für Max und Jan lief es dagegen deutlich besser. Für Jan war es ein geteilter 3. Platz und Max musste sich lediglich Jens Kammerer geschlagen geben und wurde 2.

Tag Zwo wurde noch einmal deutlich schwieriger. Bei extrem schwachen Bedingungen rund um den Flugplatz mussten sich alle Piloten sehr bemühen, um überhaupt in der Luft zu bleiben. Doch dank einer fantastisch gelegten AAT und deutlich besserem Wetter im Odenwald und Pfälzerwald, war es doch ein gelungener Tag mit deutlich mehr Heimkommern als am Vortag. Für Jan gab es leider nur einen 12. Platz, was aber bei den wenigen Punkten sehr unproblematisch war. Für Patrick lief es deutlich besser als am Vortag, allerdings immer noch nicht berauschend mit Platz 7. Max dagegen knüpfte an die tolle Leistung an und wurde 3.

Am nächsten Morgen weckte uns das Prasseln des Regens auf unseren Zelten. Da dies meistens kein gutes Zeichen für einen Flugtag ist und sich für den Nachmittag starke Gewitter ankündigten, wurde der Tag neutralisiert. Diese Pause nutzen wir für einen Besuch in der Therme sowie eine Runde Sport, damit weder die Körperliche Fitness noch die Entspannung zu kurz kommen.

Auch wenn Wertungstag drei super gut vorhergesagt wurde, gab es letztendlich nur eher mittelmäßiges Wetter. So wurde wieder auf eine AAT zurückgegriffen. Jan löste diese Aufgabe am besten. Auch wenn AATs nicht sein Fachgebiet sind, hat er trotzdem einen 2. Platz eingefahren. Max übernahm in der Standardklasse sogar die Gesamtführung. Ihm reichte dazu allerdings ein 4. Platz. Patrick arbeitete weiter daran, seinen Rückstand vom 1. Tag aufzuholen, kam aber nicht über einen 8. Platz hinaus.

Wertungstag vier sah endlich sehr gut aus und versprach schnelle Flüge in allen Klassen. Auf Wunsch der Klassensprecher wurden die Aufgaben sogar nochmals vergrößert: 312km in der Clubklasse und ganze 480km in der Standardklasse. Auf der Aufgabe der Clubklasse entsprach das Wetter den Erwartungen. Trotz 30km/h Wind konnten Schnitte bis zu 92km/h erreicht werden. Die Aufgabe in der Standardklasse entpuppte sich letztendlich doch wiedermal deutlich schwieriger als angenommen, sodass lediglich 6 PilotInnen die Aufgabe beenden konnten. Letztendlich löste Patrick die Aufgabe am Besten und konnte mit einem 2. Platz endlich aufholen. Ähnlich gut lief es bei Jan, der mit einem 3. Platz in der Clubklasse die Gesamtführung übernehmen konnte. Nach einem langen Kampf kam Max als 5. zurück zum Flugplatz.

Das Wetter hielt leider nicht an und ein schwieriger fünfter Wertungstag stand bevor. Nach einigem Warten im Grid wurde die Clubklasse neutralisiert. Für die Standard- und 18m-Klasse ging es allerdings in die Luft. Bei extrem kurzlebigem Wetter hatte Patrick Pech und verpasste den Abflugzeitpunkt um lediglich 3 Minuten und musste unter einer zerfallenden Linie bereits nach 16km mit Motor wieder den Heimflug antreten und wurde somit leider letzter. Max dagegen hatte mehr Glück und konnte sich, auch wenn es knapp war, in der Luft halten und stürmte anschließend zum Tagessieg.

Der vorletzte Tag wurde dann noch schlechter als der Vorherige. Gegen Mittag entschied man sich dann doch gegen das Gridden und neutralisierte den Tag für alle Klassen. Wir nutzten die Zeit um uns von den Strapazen der letzten Tage zu erholen und uns auf den letzten Wertungstag vorzubereiten.

Auch wenn Max und Jan immernoch in Führung lagen war es ein knappes Rennen. Eine 3h-AAT bei vielen Schauern sollte über den Gesamtsieg entscheiden. Mit einem 5.Platz in der Tageswertung musste sich Jan am Ende leider Lukas Brune geschlagen geben und wurde Zweiter in der Gesatmwertung. Max und Patrick kamen nach einem spannenden Teamflug als 8. bzw. 7. ins Ziel. Durch den angesammelten Puffer reichte das Max zum Gesamtsieg! Patrick wurde letztendlich 7. in seiner Klasse, was aber einem 3. Platz in der Juniorenwertung entsprach.

Damit gab es in der Juniorenwertung einen 1., 2. und 3. Platz für die drei SpoSos! Ein fantastisches Ergebnis und somit ziemlich sicher die Qualifikation für die DMJ nächstes Jahr! Zum Abschluss noch ein riesiges Dankeschön an die fleißigen Helfer, die Wettbewerbsleitung und alle Organisatoren dieses tollen Wettbewerbs. Besonders großer Dank gebührt dabei Georg Theisinger für das Tasksetting, Renate Schneider für die Orga und Wettbewerbsleiter Sebastian Stücker, der bei Problemen immer gerne geholfen hat und uns zur Seite stand. Glückwunsch noch an die neuen Deutschen Meisterinnen Carolin Rothhardt (Clubklasse), Cornelia Schaich (Standardklasse) und Katrin Senne (18m Klasse). Abschließend ein Dank an alle anderen Teilnehmer, die den Wettbewerb zu einer kurzweiligen Veranstaltung gemacht und das Abendprogramm sichergestellt haben und mit welchen wir in der Luft sehr faire, sichere und spannende Duelle haben konnten.

Wir kommen jederzeit gerne zurück nach Landau!!!

Die anstehenden Termine sind sehr dicht getaktet und wir sind bereits auf unserem nächsten Wettbewerb in Romorantin in der Sologne. Hiervon wird euch Max berichten.

Für Jan geht es weiter auf die Deutsche Meisterschaft der Clubklasse in Zwickau, wovon er sicher Einiges zu erzählen weiß.


FAI Sailplane Grand Prix Sweden - Boras

Patrick Benoist

Nach unserem ersten Trainingswettbewerb in Nitra ging es für Clemens, Max und Patrick nach Schweden zum Grand Prix in Borås. Der Grand Prix ist der erste Quali GP der neuen Grand Prix Serie XI.

Nebst uns Dreien hatten wir auch noch unsere Praktikantin Svenja dabei, die uns freundlicherweise während dem GP unterstützt hat und so einen Einblick in das SpoSo-Leben bekommen konnte. Für Clemens, Max und Svenja ging es bereits am 03. Mai nach Schweden. Patrick konnte leider erst zwei Tage später anreisen, da er die AS33 von Schleicher erst am 03. Mai abholen konnte. Die ersten zwei Tage war leider kein fliegbares Wetter, so dass wir anfangs am Boden ausharren mussten. Immerhin konnten wir in der Zeit einige Vorbereitungen treffen, wie die Eingangswägung, die Dokumentenkontrolle und eine kleine Einweisung in die Lufträume durch den Wettbewerbsleiter Kjell. Als Patrick dann am Freitag eintraf, konnten Max und Clemens ihre ersten freien Trainingsflüge machen, um sich das Gebiet anzuschauen. Bei sehr schnell abbauendem Wetter mussten beide allerdings ihren Turbo benutzen um wieder heim zu kommen. Am Samstag stand dann der offizielle Trainingstag an. Bei teilweise sehr schnellen Bedingungen konnten wir uns gut in das für uns alle neue Wettbewerbsformat einfliegen.

Am Abend wurden uns dann im Eröffnungsbriefing die Regeln nochmal durch den FAI Referee Antoine Havet erklärt, sodass es keine Missverständnisse aufgrund der doch stark von "klassischen" Wettbewerben abweichenden Regeln gibt.

Der erste Racingtag begann gleich mit traumhaften Bedingungen und 290km Aufgabe. Nach einem optisch sehr schönen Rennen mit Sightseeing Wende am Meer, kam Clemens zwar als zweiter über die Ziellinie, doch nach leichter Fehleinschätzung des Endanflugs bzw. zu starkem Duell mit Klaus Kalmbach und 100 Strafsekunden, war es am Ende nur ein Dritter Platz für Clemens. Patrick und Max hatten etwas mehr Probleme und kamen so nach einen knappen 6 Flugzeuge-Finish, bei denen alle 6 Flugzeuge nur einen Abstand von 50 Sekunden hatten, als 8. und 9. über die Linie. Somit hatten allerdings alle drei direkt mindestens einen Punkt gesammelt und konnten damit direkt den „Zero Points Club“ verlassen.

Tag zwei hatte dann leider deutlich schlechtere Bedingungen mit überwiegend nur Blauthermik oder sehr kleinen Flusen. Die ersten 180km waren alle SpoSos noch bei der Spitzengruppe dabei, allerdings mussten alle drei nach der Wende abreißen lassen, so dass Clemens wieder als 1. Sportsoldat ins Ziel kam mit Platz 8, gefolgt von Patrick auf Platz 9 und Max auf Platz 13.

Ab dann waren leider einige unfliegbare Tage vorhergesagt. Die Prognose bewahrheitete sich, weshalb wir vier Tage auf ein Alternativprogramm ausweichen mussten. Diese Zeit haben wir dann erfolgreich mit Museumsbesuchen, Sport, Energieaufladen, administrativen Tätigkeiten, Unterhaltungen mit den anderen Teilnehmern/Helfern und einen Testflug von Max in der AS33 ausgefüllt.

Am letzten Wertungstag hatten wir dafür dann nochmal eine richtig gute Vorhersage. Somit flogen wir nochmal eine 240km Aufgabe zum Abschluss, um die Plätze für das Finale zu bestimmen. Von uns Sposos erfüllte Patrick die Aufgabe diesmal am besten und kam nach einem spannenden Zieleinflug von 3 Flugzeugen gleichzeitig auf Platz 3 über die Ziellinie. Max kam mit Platz 8 auch auf einem Punkterang in das Ziel. Clemens hatte etwas Pech und kam somit erst als 12. über die Linie.

Nach 3 spannenden Racingtagen stand die Siegerehrung an. Bester SpoSo war letztendlich Patrick auf Platz 6, vor Clemens auf Platz 8 und Max auf Platz 12. Gratulation auf jeden Fall an Stefan Langer zum Sieg, Klaus Kalmbach zu Platz 2 und Hermann Leucker zu Platz 3! Nach der Siegerehrung gab es dann noch ein fantastisches Abschlussessen. Am nächsten Tag konnten Max und Clemens noch einmal Strecke fliegen und beide um die 750km nach Hause bringen. Für Patrick hieß es leider bereits Abschied nehmen und per Fähre zurück nach Deutschland fahren.

Vielen Dank an den Boras Segelflygklubb, Antoine Havet (IGC Referee), Kjell Folkesson (Race Director), unsere Praktikantin Svenja für das tatkräftige Helfen, sowie an alle anderen Teilnehmer, die den GP zu einem super Erlebnis gemacht haben. Letztendlich haben wir alle drei beschlossen unbedingt wieder einen GP fliegen zu wollen! Max sogar noch dieses Jahr in Eisenhüttenstadt.

In den nächsten Artikeln wird euch Patrick von der Juniorenquali in Landau und Clemens vom Hahnweide Wettbewerb berichten.


Pribina Cup 2022 in Nitra - Slowakei

Clemens Berger

Nachdem wir nach und nach aus Vinon abgereist waren und ein paar mehr oder weniger ruhige Pausentage in der Heimat oder in Lesce Bled verbracht hatten, stand die nächste Trainingsmaßnahme auf unserem Plan:

Das C-Kader-Trainingslager in Nitra, welches im Rahmen des Pribina Cups abgehalten wurde.

Das dortige Trainingsziel war der enge Teamflug, weshalb Dreierteams bestehend aus je einem Trainer und zwei Trainees gebildet wurden.

Sebastian Nägel (Discus 2a XN) übernahm die Betreuung von Max (Discus 2c/15m OLC) und Jan (Discus 2b BW3). Auf der anderen Seite trainierte Henrik Bieler (Ventus 2b 1G) Patrick Benoist (LS8t PB) und Clemens Berger (LS6a 8A). Beide Teams traten in der gemischten 15m-Klasse gegen ein internationales und wettbewerbserfahrenes Teilnehmerfeld an.

Der erste angedachte Wertungstag wurde nach nerven zerreibender Pulkerei bei starkem Wind in der Luft neutralisiert, konnte allerdings anschließend für optisch eindrucksvolle Wellenflüge genutzt werden.

Die nächsten drei Wertungstage waren geprägt von zahlreichen Schneeschauern und extrem hohen Schnitten. So wurden die 120km/h mehrfach geknackt und 110km/h kein einziges mal unterboten!!!

Der vierte Wertungstag entwickelte sich entgegen der guten Vorhersage eher schwierig und bewog alle Teams zum Abbruch der Aufgabe, um keine unnötig großen Rückholtouren auf einem Trainingswettbewerb zu provozieren. Max und Patrick wagten sich aufgrund ihrer Turbos noch einige Wenden weiter, mussten schlussendlich aber doch abbrechen und zünden.

Das Wetter am letzten Wertungstag ermöglichte erneut sehr hohe Schnitte und war ein gebührender Abschluss für einen Wettbewerb mit speziell für April unglaublichen Bedingungen!

In der Gesamtwertung konnten Max Maslak mit dem 2.Platz und Jan Schulz auf dem 3.Platz Podiumsplätze ergattern, womit sie sich direkt hinter dem mehrfachen tschechischen Meister David Mach platzierten.

Patrick Benoist gelang mit dem 7.Platz ebenfalls eine Platzierung unter den Top10 und Clemens Berger blieb auf dem 12.Platz in der vorderen Hälfte des Teilnehmerfelds.

Der Pribina Cup wird uns nicht nur aufgrund des Wetters sondern auch in Anbetracht der nächtlichen “Teambuildingmaßnahmen” auf der Mostna Street in guter Erinnerung bleiben.


Das erste Trainingslager des Jahres - Vinon sur Verdon

Max Maslak

Unser erstes Trainingslager und der thermische Saisonanfang hat einen Monat von Mitte März an in Vinon stattgefunden. Als wir ankamen wurden wir leider erstmal mit einer Woche Schlechtwetter konfrontiert, sehr ernüchternd. Allerdings machten wir schonmal die Flugzeuge bereit für das alpine Fliegen und lebten uns am Flugplatz und in der Gegend ein. Als dann die Sauerstoffanlagen und Warnfolien in und auf den Flugzeugen angebracht waren hatten wir eine umfangreiche theoretische Einführung in das Fluggebiet und haben übersichtliche Karten erstellt, um alle nötigen Infos im Flug auf einen Blick zu haben. Außerdem haben wir die Außenlandedatei welche uns zur Verfügung stand auf neuesten Stand gebracht und zu den Feldern Bilder hinzugefügt, was in unserer Ansicht ein unerlässlicher Sicherheitsaspekt ist.

Nach dieser ersten Woche voller Arbeit, aber auch geselliger Abende, hieß es dann endlich: Flugwetter! Und wir haben uns nicht erträumen können was für ein Wetter dann auf uns zu kam. Mit Arbeitshöhen von bis zu 4700m MSL thermisch im blauen war das ein einzigartiges Wetter für den Zeitraum so früh im Jahr. Wir konnten über der Barre de Ecrins fliegen, ohne Probleme den Parcour Royale fliegen und uns von den Gletschern dort beeindrucken lassen. Strecken von über 600km waren für uns drin und es war ein perfekter Einstieg in die Saison. Durch die Vorbereitung und Planung der Trainer konnten wir sehr gut das Gebirgsfliegen in den französischen Seealpen trainieren.

In der Woche darauf konnten wir Kontrastwetter zu der trockenen Warmluft von davor erleben. Mit dem Einfluss von Kaltluft hatten wir Basishöhen von teilweise unter 2000m, wo man im Flachland entspannt fliegen kann, ist das in den Alpen nicht mehr so viel Höhe über dem Boden. Jedoch waren die Bärte gut gezeichnet und es gab schöne Wolkenaufreihungen womit wir auch unseren Spaß und Lerneffekte hatten und ebenfalls schnelle Schnitte und große Strecken fliegen konnten. Durch das gezielte Wettbewerbstraining wurden immer wieder Aspekte wie Markerabflug, AAT fliegen und Racing Tasks trainiert. Außerdem konnten wir alle viel über den Aufbau eines zielgerichteten Wetterbreifings lernen, denn dieses wurde von den Sposos im Wechsel vorbereitet und für uns  sowie später auch für die Teilnehmer der BfV.

Alles in allem war es ein sehr schönes Trainingslager. Vielen Dank an die BfV für die Gastfreundschaft und alle Anderen die das ermöglicht haben!

 


Flugphysiologisches Training in Königsbrück

Clemens Berger

In der ersten Märzwoche verbrachten wir einige Tage in Königsbrück am Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe in Königsbrück. Dort wurden wir hinsichtlich der Gefahren von Sinnestäuschung, Desorientierung und Sauerstoffmangel sensibilisiert. Dies erfolgte sowohl durch theoretischen Unterricht als auch durch praktische "Selbstversuche" und Demonstrationen.

Der erste Tag begann mit einer interessanten Einheit zu unserer Atmosphäre, wofür unser Ausbilder weiter ausholte, als wir es zu diesem Thema bisher gewohnt waren: Die Entstehung der Atmosphäre durch erdgeschichtliche Ereignisse, der Einfluss der Plattentektonik und die Atmosphären anderer Planeten waren einige der behandelten Themen, welche uns zu einem umfassenderen Verständnis zum Thema verhalfen. Im Anschluss ging es um die Sensorik des menschlichen Körpers sowie deren Arbeitsweise, welche in der Fliegerei allerdings schnell an ihre Grenzen kommt und in der Folge zu gefährlichen Falschannahmen führen kann. Nach der theoretischen Einweisung durften wir einige relevante Sinnestäuschungen im Desorientierungstrainer selbst erleben - eine sehr eindrückliche Sensibilisierung insbesondere hinsichtlich der Gefahren bei einem ungewollten Einflug in Wolken oder bei schlechten Sichtbedingungen!
Am Mittag stand Unterricht zur Thematik "Sehen" an: Ein Vergleich unserer Augen mit denen anderer Lebewesen machte die Stärken und Schwächen des menschlichen Sehens deutlich, wodurch das Zustandekommen einiger Täuschungen und Eigenheiten logisch verständlich wurde. Vor Dienstschluss wurden wir noch auf das Training in der Höhenkammer vorbereitet, welches am folgenden Morgen anstand.

Am nächsten Morgen ging es vom Frühstückstisch direkt zu eben jener Kammer, welche die Möglichkeit bietet verschiedenste atmosphärische Bedingungen einzustellen. Voll verkabelt und an zusätzlichen Sauerstoff angeschlossen, "fuhren" wir in dieser auf 25.000ft (ca. 7.600m), wo uns erstmals der Sauerstoff abgestellt wurde. Nach unter 2min verspürten wir alle starke Symptome von Sauerstoffmangel, wobei uns nur die Zufuhr von reinem Sauerstoff vor der kurz bevorstehenden Handlungsunfähigkeit und Ohnmacht bewahrte. Nach nur wenigen Atemzügen aus der Sauerstoffmaske konnten wir aber wieder klar denken - Eine klare Demonstration der absoluten Notwendigkeit von Sauerstoff bei Höhenflügen!!! Im Anschluss "sanken" wir auf 18.000ft (ca. 5500m), eine für Wellenflüge in Südfrankreich nicht unübliche Höhe und daher von besonderer Relevanz für uns. Erneut wurde die Sauerstoffzufuhr abgeschaltet und nach deutlich längerer Zeit als noch zuvor - und dennoch erschreckend schnell - stellte sich schleichend ein Sauerstoffmangel ein. Diesen galt es für kurze Zeit mit Pressatmung zu lindern, um ein Gefühl für die Wirkung der Maßnahme (körperlich seeeehr anstrengend!!!) zu bekommen. Da diese Atemtechnik aber nur für wenige Sekunden Abhilfe schaffen kann, durften wir alsbald wieder aus dem Schlauch "schnüffeln". Alarmierend war in dieser Höhe, dass wir nicht alle Teilnehmer den Mangel selbstständig erkannten, obwohl die Handlungsunfähigkeit kurz bevorstand!

Wieder auf Umgebungsdruck gebracht, durften wir noch einen kurzen Blick auf die Humanzentrifuge des Instituts werfen, um uns im Anschluss durch gezielte Entspannungstechniken von den körperlichen Strapazen in der Höhenkammer zu erholen. Nach der Verabschiedung durch den Leiter des Standorts stand auch schon die Heimreise an.

Rückblickend ein kompakter gleichwohl sehr eindrücklicher Lehrgang, welcher uns die Grenzen des menschlichen Körpers in der Fliegerei klar aufzeigte und eine ideale Vorbereitung für das anstehende Trainingslager in Südfrankreich sowie die gesamte anstehende Saison darstellt. Außerdem an dieser Stelle ein herzlicher Dank an das gesamte am Lehrgang beteiligte und allzeit freundliche Personal!


Aller Anfang...

Max Maslak & Clemens Berger

Hallo!

Die neuen Sposos sind im 1. Bild von links nach rechts: Clemens Berger, Patrik Benoist, Max Maslak und Jan Schulz.

Wir haben die Grundausbildung im Januar alle gut überstanden und sind mittlerweile in Oerlinghausen angekommen.

Am Montag, den 14.02., haben wir uns in im Zentrum für Sportmedizin der Bundeswehr in Warendorf einer Leistungsdiagnostik unterzogen und konnten im Anschluss unsere Sportsonderbekleidung empfangen. Bereits am Nachmittag wurden wir am Flugplatz Oerlinghausen freundlich vom Flugschulleiter Carsten Kopsieker und Bundestrainer Wolli Beyer begrüßt.

Da sich für Dienstag direkt eine gute Wetterlage für Flüge am Hang rund um die Porta-Westfalica ankündigte, konnten wir dort schon einen wundervollen ersten Flug als Sposos erleben und bis zu 400 km mit Schnittgeschwindigkeiten von über 120 km/h fliegen. (Bild 2)

Die darauffolgenden Tage haben wir damit verbracht, unseren Flugzeugen den letzten Schliff für das anstehende Trainingslager in Vinon in den französischen Seealpen zu verpassen und ausgewählte Flüge der zurückliegenden DMJ 2021 zu analysieren und verbesserungswürdige Punkte auszuarbeiten.

Das Wochenende vom 18.-20.02. verbrachten wir in Stuttgart auf dem Wintertreffen des C-Kaders, wo wir von unseren C-Kader-Trainern auf den Pribina Cup in Nitra vorbereitet wurden, unsere Trainingspläne diskutierten und verschiedene taktische Aspekte in Vorträgen bearbeiteten.

Aktuell durchlaufen wir eine umfangreiche theoretische Vorbereitung hinsichtlich der französischen Seealpen, wofür wir unter anderem Flugwege sowie Wettersysteme diskutieren und im Simulator (Bild 3) knifflige Aufgaben fliegen. Damit sollten wir Anfang März perfekt vorbereitet nach Vinon-sur-Verdon aufbrechen können!