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Berichte der Sportsoldaten 2021


Eskilstuna-Tagebuch

19.05.2021
Nach einer langen aber trotzdem recht entspannten Überfahrt sind wir am Dienstagmorgen in Göteborg angekommen. Uns standen noch knapp
h Autofahrt gen Eskilstuna bevor. Bei nur erlaubten 80 km/h war das auch relativ chillig. Direkt nach unserer Ankunft bauten wir die Flugzeuge auf und konnten noch einen Start machen. Bei einer Basis von 1200m ging es unter einigen guten Wolken bis Arboga und zurück. Die Landschaft ist einfach nur beeindurckend:) Wälder und Seen soweit das Auge reicht. Aber dennoch gibt es die eine oder andere Außenlandemöglichkeit. Bei kühlem deutschen Bier und lecker Gegrilltem beschließen wir unseren ersten Tag am Flygfält Ekeby.

20.05.2021
Zur aktuellen Jahreszeit ist es in schweden sehr lange hell und es wird auch nicht richtig dunkel. Sonnenaufgang ist dann meist auf 4:00 Uhr terminiert. Trotz der langen Tageszeit hält die Thermik nicht arg viel länge wie in Deutschland und es geht meist auch nur marginal früher los.
Gegen 11 Uhr sind wir bereit für die ersten Starts. Auf dem Plan steht freies Fliegen aber wir haben auch eine AAT von 3h ausgeschrieben. Das wegkommen bei 700m Basis und Westwind ist nicht besonders leicht aber gelingt gut. Ab Köping wird das Wetter merklich besser. Gerrit entscheidet sich für das freie Fliegen und die anderen versuchen sich an der AAT. Am Ende stehen bei Gerrit über 650 km auf der Uhr. Wir sind alle voll auf unsere Kosten gekommen und sind begeistert vom Fliegen in Schweden und vor allem der Lockerheit, die hier am Flugplatz herrscht.
Leider soll es das erstmal gewesen sein mit dem fliegbaren Wetter.

21.-24.5.2021
Ein Bild bestimmt den Himmel über uns. Grau und Regnerisch. So vertreiben wir uns die Zeit mit theoretischen Einheiten und Sport. Vor allem eine Frisbee haben wir für uns entdeckt.
Die Sauna wird für uns angeheizt und wir grillen auf der Terasse vor dem Klubheim.


Trainingslager Vinon 2021

Voller Spannung sind wir, das sind die Sportsoldaten Segelflug 2021 Jan-Lucas Aberle, Felix Kries, Gerrit Neugebauer und Jan Reineke, Anfang März nach Südfrankreich gefahren, um dort in den Alpen in die Sposo-Saison starten zu können. Mit im Gepäck waren neben unseren Flugzeugen jede Menge Vorfreude auf neue Erfahrungen und Eindrücke. Da es für die meisten von uns war es das erste Mal im Gebirge war, erwarteten ein sehr intensives Trainingslager, das uns in den sicheren Gebirgsflug heranführen wird.

Wer sich in ein unbekanntes und anspruchsvolles Terrain begibt, sollte die Vorbereitung nicht zu kurz kommen lassen. Gemeinsam mit unseren Trainern Frank Strewinsky und Wolli Beyer besprachen wir verschiedene Hangflugtechniken, Wettersysteme und Routen als auch das Thema außenlanden im Gebirge. Damit wir die bekannten Außenlandewiesen aus der Luft ausfindig machen können, machten wir uns daher mit Karte und Außenlandekatalog gut vertraut.

Zu Beginn unserer Zeit in Vinon, wo wir im „Maison Blanche“ der Bundeswehr Flugsportvereinigung untergebracht waren, bestimmte der Mistral das Wetter. Hier machte sich die gute Vorbereitung bezahlt, da uns der Einstieg in teils ungezeichnete Wellen mühelos gelang. Unter Anleitung der Trainer konnten wir so das Spielfeld der kommenden Wochen aus Höhen von über 5000m begutachten. Fast schon froh waren wir, als sich nach einigen Tagen der Mistral abschwächte und thermisch geflogen werden konnte. Endlich keine Eiseskälte mehr im Cockpit!
Jetzt war es Zeit sich Stück für Stück im Relief vorzuarbeiten. Zunächst geführt durch die Trainer erflogen wir uns die umliegenden Greten, Hänge und Gipfel. Durch die sorgfältige Kartenarbeit mit Außenlandekatalog gelang es uns mühelos die einzelnen Felder zu erkennen. Was für den Fall der Fälle enorm wichtig ist, um keine Zeit zu verlieren.

Parallel zu dem uns bekannten Gebiet wurde auch das gute Wetter großräumiger und erlaubt es, immer weiter in die hohen Berge vorzufliegen. Rote Wand, Lac du Mont-Cenis und Col du Carro sind uns nicht länger lose Begriffe gewesen. Ab sofort hatten wir ein selbst erarbeitetes Bild aus Gelände, Aufwindsystemen und Flugrouten vor Augen. Beim täglichen Debriefing konnten wir dieses Gebirgs-Modell ausgiebig diskutieren, um zukünftige Entscheidungen zu vereinfachen. Die ein oder andere abendliche Stunde verbrachten wir so an den Reliefkarten und sinnierten auch über uns bislang unbekannte Routen.

Da sich die Coronalage in der Region um Vinon verschlechterte, zeichnete sich eine verfrühte Abreise ab. Glücklicherweise hatte der Wettergott Mitleid mit uns und bescherte uns in den letzten Tagen mit sehr guten Bedingungen. Eine Basis jenseits der 4000m und satte Steigwerte ließen es uns zu, noch weiter in die Gebirgswelt vorzudringen. Die Zeit vor den Reliefkarten sollte sich also vielleicht doch noch bezahlt machen.

Wir flogen zum Teil um die Écrins, über das Aosta Tal hinweg bis zum Matterhorn und schauten von oben auf den Monte Viso. Im Anblick der atemberaubenden Landschaft von verschneiten Gletschern, schroffen Tälern und spiegelnden Seen in der Abendsonne sind wir den französischen Alpen schnell verfallen. Gleiches lässt sich wohl auch über die französische Küche sagen.

Es ist nicht abwegig zu sagen, dass wir mit dem Trainingslager in Vinon perfekt in unsere Sposo-Saison gestartet sind. Die Struktur des Trainingslagers mit dem morgendlichen und abendlichen Briefing, das Fliegen in Team mit den Trainern sowie die Infrastruktur in Vinon tragen hier einen sehr erheblichen Teil bei. Unsere Erwartungen an das Heranführen in den Gebirgssegelflug wurden weit übertroffen und wir können es kaum erwarten, im Spätsommer auf die gemachten Erfahrungen aufzubauen.


Saisonauftakt in Südfrankreich

Inzwischen ist etwas mehr als eine Woche vergangen seit wir gemeinsam mit unserern Trainern in Vinon angekommen sind. Nicht nur in der Luft, auch am Boden, haben wir uns bereits gut einleben können. Ein herzliches Dank gilt hier der Bundeswehr Flugsportvereiningung, welche uns die Maison Blance als Unterkunft zur Verfügung stellt. Neben Kartenkunde mit Außenlandekatalog und Wetterkunde im Gebirge stand natürlich auch das Fliegen auf dem Trainingsplan. Wir haben den Wanderern am Mount Ventoux winken und unser zukünfiges Fluggebiet aus 5000m Höhe in der Welle des Lure begutachten können. Mit wachsender fliegerischer Erfahrung im noch relativ niedrigen Gelände, tasten wir uns jetzt immer weiter in Richtung der großen Steine vor. Mal sehen, wie weit uns das sonnig, aber kühle Wetter uns noch tragen wird.

Stay tuned!
Eure Sposos


Erste Tage in Oerlinghausen


Ursprünglich hätten wir uns bereits am 08. Februar in unserer neuen Sportfördergruppe einfinden sollen.
Auf Grund des sehr winterlichen Wetters wurde unsere Anreise allerdings um eine Woche verschoben und so blieben wir fleißig mit Sportaufgaben im Heimtraining. Am 14. Februar machten wir uns auf den Weg nach Örlinghausen, bei unserer Ankunft erwartete uns Wolli bereits mit Pizza und Glühwein. Montags ging es dann nach Warendorf und es gab für jeden einen großen Koffer mit unserer Sposo-Ausrüstung. Die nächsten Tage vergingen praktisch wie im Flug. Dabei stand das Einrichten des neuen Sposo-Raums, Sporteinheiten und theoretische Vorbereitung auf dem Dienstplan.
In der zweiten Woche lernten wir unsere beiden neuen Trainer Frank Strewinsky und Marcus Dawert kennen. Sie gaben uns eine erste Einweisung für Frankreich und wir konnten bereits den ersten herrlichen Sommerflugtag bei Temperaturen um 20 Grad und Bärten bis 2m genießen……und das Ende Februar! Aktuell warten wir gespannt auf den Freitag und den Durchzug der Front. Dann haben wir vielleicht bereits den ersten richtig guten Rückseitentag der noch jungen Saison vor uns. Nächste Woche steht für uns noch ein Höhentraining in der Druckkammer des Flugmedizinischen Institunt Königsbrück an. Danach beginnen dann auch schon die finalen Vorbereitungen für das Trainingslager in Vinon.

Bis dahin, stay healthy
Die Sposos


Aus Alt wird Neu

Hallo zusammen!

Die neuen Sportsoldaten sind von links nach rechts: Jan Reineke, Gerrit Neugebauer, Felix Kries und Jan-Lucas Aberle. Wir konnten am letzten Mittwoch unsere Grundausbildung in Hannover beenden und befinden uns aktuell zu Hause, da unsere Anreise nach Warendorf auf Grund des Wetters auf unbestimmt verschoben ist.
Wir freuen uns dennoch auf jeden Fall schon mega auf die Saison!!! und können es kaum erwarten, dass es dann hoffentlich auch bald losgeht. Den alten Sposos wünschen wir an dieser Stelle alles gute und viel Erfolg im zivilen  Leben und natürlich schöne Flüge und always happy landings.

Bis bald und bleibt gesund!


Grundausbildung und Mission-Cards

Nicht nur wir Sposos sind gerade bei unserer Grundausbildung in Hannover fleißig in Theorie und Praxis unterwegs. Auch unsere Trainer sind schon hoch motiviert und haben nun sogenannte Mission-Cards für das kommende Jahr fertig gestellt. Es handelt sich dabei um eine Art kleiner Trainingsplan für ein speziefisches Ziel. So können gezielt Routen im Gebirge am Simulator oder auch besondere Wetterlagen wie Südwelle trainiert werde. Wir haben also auch ein straffes Programm vor uns, sollte Corona uns im Frühjahr noch eine Weile dazu zwingen auf dem Boden zu bleiben. Wie man an der Anzahl der vielen Cards sehen kann, wird uns dabei bestimmt nicht so schnell langweilig.

Mit fliegerischen Grüßen
Die Sportoldaten 2021
Jan-Lucas Aberle, Felix Kries, Gerrit Neugebauer und Jan Reineke